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abstract landscape
2020-2021
Acryl, Stift, Lack, auf Leinwand
diverse Grössen
Es wird gekratzt, gemalt abgekratzt und weder übermalt.
Schichten von Farbe,...
Acryl, Stift, Lack, auf Leinwand.
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JANET MUELLER
NOTHING
Janet Mueller
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Foto: Steven Angreek / Fotograf, Kurator
Wo das Bewusste dem Unbewussten begegnet.
Janet Mueller malt, was sich nicht planen lässt. Ihre Malerei ist eine unmittelbare Auseinandersetzung mit sich selbst und der Welt – roh, körperlich und kompromisslos. Aus einem inneren Drang heraus entstehen Bilder, die nicht nach ästhetischer Harmonie suchen, sondern nach etwas Wahrhaftigem.
Im Zentrum ihrer Arbeit stehen das eigene Ich, menschliche Emotionen und die Widersprüche des Lebens. Verletzlichkeit und Stärke, Nähe und Distanz, Kontrolle und Kontrollverlust, innere Wahrheit und äussere Inszenierung bilden Spannungsfelder, die sich durch ihre Arbeiten ziehen. Mueller interessiert, was unter der Oberfläche liegt – das Verborgene, Verdrängte und Unausgesprochene.
Ihr Malprozess ist ein körperlicher Akt. Sie malt, kratzt, überlagert, wischt ab und legt wieder frei. Farbe wird aufgetragen, verändert, zerstört und neu zusammengesetzt. Schicht für Schicht entstehen Bildräume, in denen sich Erfahrungen und Empfindungen verdichten, auflösen und wieder sichtbar werden. Dabei geht es nicht um das perfekte Bild, sondern um den Mut, sich auf das Unvorhersehbare einzulassen und auch dort weiterzuarbeiten, wo Gewissheiten verloren gehen. Krisen, Brüche und innere Unruhe werden zu Ausgangspunkten einer künstlerischen Auseinandersetzung. Aus ihnen entwickelt Mueller eine Bildsprache, die zwischen expressiver Kraft und fragiler Offenheit oszilliert. Manchmal direkt und unbequem, manchmal leise und beinahe melancholisch. Unter den sichtbaren Farbschichten bleiben Leerstellen, Abgründe und Geheimnisse – aber auch Raum für Veränderung und Hoffnung. Die Werke erzählen keine abgeschlossenen Geschichten. Sie eröffnen vielmehr Resonanzräume, in denen persönliche Erfahrungen auf die Wahrnehmung der Betrachtenden treffen. Was zunächst zutiefst individuell erscheint, kann eigene Erinnerungen, Gefühle und Fragen wachrufen. Die Bilder werden zu offenen Begegnungsräumen zwischen dem Inneren der Künstlerin und dem Erleben des Gegenübers. Ihre Bedeutung entsteht immer wieder neu – im Sehen, Empfinden und persönlichen Wiedererkennen.
Was bleibt, ist eine Einladung, sich auf das Ungewisse einzulassen, eigene Wahrheiten zu hinterfragen und hinter die sichtbare Oberfläche zu schauen.
Muellers Malerei führt unter die Haut. Sie macht sichtbar, was sich nicht immer zeigen lässt – und schafft Resonanzräume für das, was uns im Innersten bewegt.
(c)
Janet Mueller
2026
